Rundholz - ökologischer Werkstoff

Wir verwenden nur Holz mit kleinen Jahresringen, da dieses durch das langsame Wachstum besonders hochwertig ist. Die Gebirgslärche etwa weist durch kleine Jahresringe und wenig Split (Risse in der Rinde) eine sehr hohe Qualität auf. Auf Wunsch und bei rechtzeitiger Bestellung kann das Holz auch nach den Mondphasen geschlägert werden, wodurch es widerstandsfähiger und länger haltbar ist und weniger Risse bekommt.



Nur durch die wirtschaftliche Holznutzung und die Verwendung von heimischem Holz können die Schutz- und Erholungsfunktionen unserer Wälder langfristig sichergestellt werden.



Es wird ausschließlich wintergeschlägertes Holz verarbeitet, das teils aus den Eigenwäldern der Mitglieder, teils aus der Steiermark (deren Gebirgslärche kommt im Oberen Mühlviertel nicht vor) und teilweise auch aus dem nahen Ausland (Bayern, Tschechien) stammt.

Vorwiegend verarbeitete Holzarten: Fichte, Lärche, Douglasie, Tanne
Selten verarbeitete Holzarten: Birke, Kiefer, Erle



Verbundenheit mit der Natur

Die Böhmerwald-Holz eGen legt großen Wert darauf, umweltschonend zu produzieren. Holz als Rohstoff zeichnet sich durch seine Umweltfreundlichkeit (abbaubar), ausstrahlende Wärme und gute bzw. kostengünstige Verarbeitung aus. Holz ist ein sehr guter Wärmedämmstoff und nimmt Feuchtigkeit auf, die später wieder abgegeben wird.


Einsatz ökologischer Hilfsstoffe

Statt giftiger Farben und Lacke werden auf Wunsch Erdpigmentfarben (Falum) verwendet. Diese bestehen aus hochfeingemahlenen Erd- und Mineralpigmenten, die frei von giftigen Schwermetallen und somit biologisch abbaubar sind. Sie werden zum Abtönen der Holzprodukte eingesetzt. Durch diese umweltfreundliche Verwendung fallen keine giftigen Lack und Farbreste an.



Der Böhmerwald vom Moldaublick Richtung Oberplan mit dem Moldaustausee.


Holznutzung ist Waldpflege

Die ökologischen Vorteile von Holz als Rohstoff werden noch nicht ausreichend gewürdigt. Zum einen ist Holz eine kohlendioxidneutrale, nachwachsende Energiequelle. Der Einsatz bisher ungenutzter Potentiale des Energieträgers Holz kann den Klimaschutz verbessern. Zum anderen erfordert die Gewinnung und Verarbeitung von Holz im Vergleich zu anderen Rohstoffen oft weniger Energie; das führt zu geringeren Umweltbelastungen. Schließlich wird durch den vermehrten Einsatz langlebiger Holzprodukte Kohlenstoff, der durch die Bäume in Form von Holz eingebunden wurde, langfristig festgelegt. Dies wirkt ebenfalls dem Treibhauseffekt entgegen. Vermeintliche Fehler im Holz (z.B. Äste, Bläuebefall) werden häufig zu unrecht beanstandet. Auch wird Holznutzung häufig fälschlicherweise mit Schädigung des Waldes bzw. mit Waldzerstörung gleichgesetzt. Das Gegenteil ist richtig. Nachhaltige Holznutzung, wie sie im Bezirk Rohrbach seit langem praktiziert wird, ist aktive Waldpflege. Dies wird nicht zuletzt daran sichtbar, dass im Bezirk Rohrbach die Waldfläche, Holzvorräte sowie der Anteil der Laub- und Mischwälder seit Jahrzehnten zunehmen. Die Erlöse aus dem Holzverkauf stellen die wesentliche Einkommensquelle unserer Waldbesitzer dar. Daraus müssen alle Pflegemaßnahmen finanziert werden.

Nur durch die wirtschaftliche Holznutzung und die Verwendung von heimischem Holz können die Schutz- und Erholungsfunktionen unserer Wälder langfristig sichergestellt werden.